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Minimalistische Rote Bete Suppe mit Chili und Joghurt

IMG_0999Als täglich selbst und weitgehend ohne Fertigprodukte Kochender hat man in der Regel einen gut gefüllten Gewürz- und Zutatenschrank, aus dem man mit vollen Händen unproblematisch schöpfen kann. Gleichzeitig kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen und mit verschiedenen Geschmacksrichtungen experimentieren. Die gelungenen Ergebnisse gelangen dann auch auf den blog.

Was man dabei schnell aus den Augen verlieren kann, ist die Tatsache, dass Gelegenheitsköche häufig vor ellenlangen Zutatenlisten zurückschrecken. Das kann ich gut nachvollziehen, ich habe das vor mehreren Jahren ebenfalls nicht anders gehandhabt. Deshalb gibt es zukünftig auf dem scheckenlaks ab und zu auch einfachere Rezepte, die mit wenigen Zutaten, insbesondere Gewürzen, auskommen.

Diese tiefrote Suppe mit schneeweißer Joghurteinlage ist die Erste in dieser Serie. Sie schmeckt würzig und dank der Limette angenehm frisch, so dass der leicht erdige Geschmack der Roten Bete trotz der wenigen Gewürze nicht so deutlich zum Vorschein kommt. Sollte man Kakaonibs im Haus haben, ergänzen sie die Suppe hervorragend, sie sind jedoch keine absolut notwendige Suppeneinlage. Zum Schluss noch ein weiterer Vorteil des Rezeptes, es ist weder arbeits- noch zeitaufwändig.

Minimalistische Rote Bete Suppe mit Chili und Joghurt für 3 Personen

Zutaten:

  • 3 mittelgroße Rote Bete
  • 1 große (rote) Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Möhre
  • 1 große Kartoffel
  • 1 – 2 EL Olivenöl
  • 750 ml Gemüsebrühe
  • 1 Lorbeerblatt
  • getrocknete Chiliflocken
  • Salz
  • Pfeffer
  • Saft von ca. 1/2 Limette
  • ca. 6 EL Joghurt naturell
  • ggf. einige (karamellisierte) Kakaonibs (geröstete, gehackte Kakaoschalen, kann man z. B. im Bioladen kaufen)

Zubereitung:

Rote Bete, Möhre und Kartoffel schälen und in Stücke schneiden.

Zwiebel und Knoblauchzehen ebenfalls schälen und relativ fein hacken.

Das Olivenöl in einem Suppentopf erhitzen und darin die Zwiebel anbraten, bis sie glasig geworden ist. Das weitere Gemüse sowie die Knoblauchzehen hinzufügen und für mehrere Minuten unter gelegentlichem Rühren mitbraten lassen.

Die Gemüsebrühe angießen und das Lorbeerblatt hinzufügen. Topfdeckel auf den Topf und alles für 15 – 20 Minuten köcheln lassen bis das Gemüse weich geworden ist.

Nun die Suppe mit einem Stabmixer pürieren. Danach mit getrockneten Chiliflocken, Salz, Pfeffer und dem frisch gepressten Limettensaft abschmecken.

Die Suppe auf Teller geben, mit dem Joghurt garnieren und mit einigen Kakaonibs bestreuen.

Grundrezept Eierkuchen (Pfannkuchen)

IMG_9088So einfach und so gut: Eierkuchen, wie sie hier in Sachsen eigentlich heißen, nach unserem Familienrezept. Als Kind habe ich sie schon geliebt, markierten sie doch, dass das Wochenende am Samstagmittag (DDR = Schule auch am Samstag) endlich anfangen konnte. Neben Nudeln mit Tomatensauce waren sie DAS Wunschessen für diesen Tag, an dem die Schulküche geschlossen blieb und man sich daher weder mit geschmackloser Graupensuppe noch mit explodiertem Huhn in der Frikassee noch mit tapetenkleisterartigen Makkaroni herumschlagen musste.

Stattdessen gab es etwas Leckeres, zu Hause Gekochtes. Natürlich musste es schnell und einfach zuzubereiten sein, schließlich kam meine Mutter, die Lehrerin war, auch erst mittags heim. Da boten sich die Eierkuchen, die immer nur mit Zimt und Zucker bestreut, nie mit Marmelade bestrichen wurden, als ausgezeichnete Lösung an, wahrscheinlich mehr zu meiner Freude als der meines Vaters, der viel lieber Keulchen aß. Die benötigten jedoch eine längere Zubereitungszeit, so dass ich ganz gute Gewinnchancen hatte.

Das Rezept kommt mit absoluten Basiszutaten aus, nichts Kompliziertes hier, auch nicht bei der Zubereitung. Trotzdem schmecken sie lecker. Manchmal ist eben doch das Einfache nicht das Schlechteste.

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Grundrezept Eierkuchen (Pfannkuchen) für 3 Personen (ca. 12 Stück)

Zutaten:

  • 300 g Weizenmehl
  • 1 Pr. Salz
  • 2 große Eier (Größe L)
  • ca. 5 dl Milch
  • Butter zum Braten (1 große Messerspitze pro Eierkuchen)
  • Zimt und Zucker zum Bestreuen, Marmelade ist natürlich auch möglich

Zubereitung:

Mehl, Salz, Eier und ca. 4,5 dl der Milch in einem hohen Rührgefäß gut miteinander verschlagen. Es entsteht ein recht dünnflüssiger Teig. Seine Konsistenz sollte über die Milchmenge reguliert werden.

Den Teig ca. 10 Minuten quellen lassen.

In einer mittelgroßen Pfanne etwas Butter heiß werden lassen und eine knappe Suppenkelle voll Teig darin verteilen. Die Pfannkuchen von beiden Seiten bei mittlerer Hitze braten, bis sie eine schöne braune Färbung angenommen haben. 

Die Eierkuchen mit Zimt und Zucker bestreuen, zusammenrollen und den Samstag genießen.

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